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Touristische Attraktionen und Sehenswürdigkeiten. Leipzig hautnah!

Leipzigs Museen bieten viel Kunst, Kultur und Geschichte. Ob Moderne Kunst, Aufarbeitung der Stasi-Vergangenheit, Naturkunde oder Ägypten: In unseren Museen findet sich für jeden etwas. Aber auch sonst gibt es viel zu entdecken. 

Wer Leipzigs Innenstadt besucht, wird überrascht sein von der architektonischen Schönheit und Vielfalt. Die alten Renaissance- und Jugendstilbauten der ehrwürdigen Messestadt sind in den letzten Jahren liebevoll restauriert worden und glänzen nun wieder in ihrer ganzen Pracht.

Leipziger Hauptbahnhof

Leipzig Hauptbahnhof Der Leipziger Hauptbahnhof beispielsweise ist ein epochales Bauwerk des Bürgertums von 1915 und Europas größter Kopfbahnhof. Allein schon deshalb ist er einen Besuch wert . Nicht nur seine Architektur, sondern auch seine Geschichte ist beeindruckend. Er war zur Zeit seiner Entstehung mit 26 Gleisen einer der größten Bahnhöfe der Welt. Im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt, wurde er seither zweimal rekonstruiert. Seit der Modernisierung im Jahr 1998 verfügt der Bahnhof über die "Hauptbahnhof-Promenaden": Wer gerne bummeln geht, der kann sich in der Promenade mit über 130 Geschäften und Boutiquen vergnügen.

Nahe des Bahnhofs befindet sich der Schwanenteich mit einem kleinen Park. Darüber kreist das Messe-Zeichen. Es gehört zu einem berühmten Hochhaus, das sich über der Straße des Parks befindet. Einst war es das Messehochhaus, an das nur noch das Doppel-M-Zeichen erinnert. Heute ist das ehemalige Messehochhaus – auch Wintergartenhochhaus genannt – eine 109- m-Wohnhaus, in dem Fewos, Luxus- sowie und Standardwohnungen angeboten werden. Aufgrund der Höhe und dem Messesymboln ist es nach wie vor ein Wahrzeichen der Stadt.

Leipzigs zoologischer Garten

Wer nahe des Hauptbahnhofs Richtung Gördelerring aufmerksam nach unten schaut, wird Affen- und Bärentatzen finden. Die angefertigten kreativen Wegweiser zeigen den Weg zum Leipziger Zoo. Der 1878 gegründete zoologische Garten war der 23. Tiergarten überhaupt in Europa. Heute ist der Zoo ein Erlebniszoo mit mehreren Themenbereichen. Er ist aufgeteilt in nachgeahmte Areale wie Afrika oder Südamerika, wo die Tiere heimisch sind. Seit 2012 gehört zu den Themenwelten auch das sogenannte Gondwanaland, eine über 15000 qm große Tropenhalle, in der auch eine Flussfahrt entlang des künstlichen Urwalds möglich ist.

Leipziger Innenstadt

Trubel herrscht nicht nur im Zoo, sondern auch, rund drei Haltestellen entfernt, in der Leipziger Innenstadt.  

Kleine, romantische Cafés und Bars in Gassen, Passagen und Winkeln säumen den Alten Marktplatz. In der Innenstadt in Leipzig befindet sich unter anderem eines der ältesten Kaffeehäuser Europas: Café und Museum "Zum Arabischen Coffe Baum".

Durch die Innenstadt schlängeln sich die Passagen – auch dafür ist Leipzig bekannt. Damals wie heute bieten die langgezogenen überdachten Flure Obdach für Flaneure. Innerhalb der Passagen warten zahlreiche Geschäfte auf eine Stippvisite. Die bekannteste Passage ist die Mädler-Passage. In ihr befindet sich die zweitälteste Gaststätte der Stadt: Auerbachs Keller. Von Goethe im weltberühmten Drama "Faust" verewigt, erinnert er an längst vergangene Zeiten. Im Goethekeller wandeln Sie auf den Spuren des Dichters.Auerbachs Keller befindet sich an einem Ende der Mädler-Passage, das hinaus auf die Grimmaische Straße und hinein in den Naschmarkt führt. Gegenüber steht die Alte Handelsbörse, die 1687 fertig gestellt wurde. Vor ihr thront ein Bronzedenkmal zur Erinnerung an den ehemaligen Leipziger Studenten Johann Wolfgang von Goethe. Der Dichter studierte in der Messestadt von 1765 bis 1768.

Leipzig altes Rathaus

Barthels Hof im westlichen Teil des Marktes ist Leipzigs ältestes Handelshaus und das erste Gebäude in der Renaissancebauweise (1523 erbaut). Direkt am Marktplatz steht das Alte Rathaus. Es gehört zu den bedeutendsten Renaissancegebäuden in Deutschland und wurde von 1556/57 von Hieronymus Lotter in nur neun Monaten erbaut. Das Alte Rathaus beherbergt heute das Stadtgeschichtliche Museum.

Zwei berühmte Kirchen in der Innenstadt

Thomaskirche Leipzig Gegenüber des Apothekenmuseums und hinter dem Denkmal seines ehemaligen Kantors Johann Sebastian Bach befindet sich die Thomaskirche. Sie ist die zweitälteste Kirche Leipzigs. Ursprünglich als Marktkirche errichtet, ist sie heute bekannt durch den Leipziger Thomaner Chor, der seit 1212 in den heiligen Hallen seine Stimme erklingen lässt. Freitags 18 Uhr, samstags 15 Uhr und sonntags singt der Thomaner Chor zum Frühgottesdienst. In der Thomaskirche predigte Martin Luther in der Zeit der Reformation.. Auch das Grab des Thomaner Kantors Johann Sebastian Bach ist in der Kirche zu finden.

Weiter im Osten der Innenstadt und nicht weit entfernt vom Augustusplatz liegt die älteste und größte Kirche Leipzigs: die Nikolaikirche. Sie war von 1723 bis 1750 neben der Thomaskirche eine Wirkungsstätte von Johann Sebastian Bach. Bekannt geworden ist sie bundesweit durch die Geschehnisse im Herbst 1989, denn hier begann die friedliche Revolution der ehemaligen DDR. Neben der Kirche befindet sich die Alte Nikolaischule. 1511/12 errichtet, ist sie die erste Leipziger Stadtschule. Zu den berühmten Schülern der Nikolaischule, Nikolairaner genannt, gehörten im 17. Jahrhundert die Philosophen Gottfried Wilhelm Leibniz und Christian Thomasius, im 18. Jahrhundert der Schriftsteller Johann Gottfried Seume und 1828 bis 1830 der in Leipzig geborene Komponist Richard Wagner. Heute sind in der Nikolaischule das Antikenmuseum sowie das Kulturcafé und das Automatenmuseum (HTWK Leipzig) untergebracht.

Der Augustplatz mit drei Leipziger Sehenswürdigkeiten

Kulturell Interessierten sei das Neue Gewandhaus am Augustusplatz empfohlen, in dem das weltbekannte Leipziger Gewandhausorchester Konzerte gibt. Die ausgezeichnete Akustik und das Deckengemälde von Sighard Gille machen das Neue Gewandhaus zu einem ganz besonderen Konzerthaus.

Vor dem Gewandhaus steht der Mendebrunnen. Um den gut 18 m hohen Granitobelisken reihen sich bronzene Wasserspeier, Figuren aus der griechischen Mythologie. Zu einem sehr großen Anteil wurde der Brunnen aus dem Nachlass von Marianne Pauline Mende finanziert, da sie zu Lebzeiten testamentarisch verfügt hatte, den Brunnen nach ihrem Tod zu errichten. Sie starb 1881. 1886 wurde der Brunnen errichtet. Er sollte  nach dem Willen von Pauline Mende zur Verschönerung der Stadt beitragen.. Heute ist der Mendebrunnen der berühmteste Brunnen Leipzigs.

Noch ein bekanntes Bauwerk befindet sich sehr nahe des Gewandhauses: das Cityhochhaus. Im Laufe der Zeit hat es bereits viele Namen erhalten. Als Unterbringung für die zahlreichen Büro- und Besprechungsräume der einzelnen Fachbereiche der Universität Leipzig war es bis bis in die 90er-Jahre das Unihochhaus, auch liebevoll „Weisheitszahn“ genannt. Seit dem Auszug der universitären Einrichtungen und die Übernahme durch den Mitteldeutschen Rundfunk wurde es zum MDR-Hochhochaus. Nun ist es vor allem als Cityhochhaus bekannt. In den rund 30 Etagen befinden sich Büroräume – und ganz oben ein Restaurant. Bei einem herzhaften Essen und einer guten Flasche Wein lässt sich vom Cityhochhaus aus die Stadt Leipzig bestaunen.

Dem Gewandhaus und dem Brunnen gegenüber steht die Oper von Leipzig. Sie befindet sich an der Stelle des im Krieg zerstörten Neuen Theaters.. Die Opernmusik hat in Leipzig eine mehr als 300jährige Tradition. Die Leipziger Oper wurde bereits Ende des letzten Jahrhunderts zweimal als "Opernhaus des Jahres" geehrt. Das Programm bietet über Opernstücke hinaus auch Ballett, Musicals und Operetten.

Das Neue Rathaus und Zentrum Süd

Neues Rathaus Leipzig Im Südwesten der Altstadt steht das imposante Neue Rathaus, das mit seinen Türmen und hohen Fronten an ein mittelalterliches Schloss oder eine alte Burg erinnert. Tatsächlich wurde es Anfang des 20. Jahrhunderts auf dem Gelände der alten Festungsanlage Pleißenburg aus dem 13. Jahrhundert errichtet. Das Rathaus ist mit seinen gewaltigen Dimensionen wohl das größte in Deutschland. Die Aussicht von oben auf die Innenstadt zieht viele Besucher und Einheimische zur Turmbesteigung, die hin und wieder angeboten wird.

Um das Bundesverwaltungsgericht zu sehen, müssen Sie jedoch nicht erst auf einen Turm klettern. Denn das ehemalige Reichsgericht befindet sich quer über die Straße. In diesem Monumentalbau im Hochrenaissancestil (1888-95 erbaut) fand 1933 der „Reichstagsbrandprozess“ statt. Seit September 2002 ist das Gebäude restauriert und Sitz der höchsten deutschen Gerichtsbarkeit, dem Bundesverwaltungsgericht.

Direkt dahinter liegt die Universitätsbibliothek "Bibliotheca Albertina" von 1891, die mittlerweile liebevoll restauriert worden ist. Ein Blick in das Foyer der Bibliothek, vor allem zur Abendzeit, wenn die Lampen angeschaltet sind, lohnt sich unbedingt.

Der Osten Leipzigs: Völkerschlachtdenkmal und Russische Gedächtniskirche

Völkerschlachtdenkmal Leipzig

Das Völkerschlachtdenkmal, Wahrzeichen der Stadt und größtes Nationaldenkmal in Deutschland, liegt außerhalb des Stadtzentrums im Südosten Leipzigs. Es soll an die Völkerschlacht im Oktober 1813, in der Napoleon besiegt wurde, erinnern und ist den mehr als 100.000 Soldaten gewidmet, die bei Leipzig fielen. Von der 90 Meter hohen Aussichtsplattform können Sie bei guter Sicht die Stadt Leipzig und das angrenzende Umland überblicken.

Wer seinen Blick nicht allzu weit schweifen lässt, dem wird ein mit einem Turm versehenes Gebäude auffallen, von dichtem Grün umgeben. Diese Gebäude, das in diesem Zusammenhang wie ein kleines Schloss anmutet, ist eine Trauerhalle, das Grün drum herum der Leipziger Südfriedhof. Mit einer Größe von 82 ha zählt er zu den größten parkähnlichen Friedhöfen Deutschlands. Die Landschaftsarchitektur und die vielen liebevoll verzierten Skulpturen machen ihn zu einem der bundesweit schönsten Begegnungsstätten seiner Art und zu einer echten Sehenswürdigkeit.

Der direkte Weg zum Südfriedhof und Völkerschlachtdenkmal ist die Straße des 18. Oktober. Sie führt gerade durch das Alte Messegelände bis hinunter zur Nationalbibliothek und darüber hinaus. In Deutschland gibt es aufgrund der deutschen Teilung zwei dieser Staatsbibliotheken. Je ein Exemplar jedes in Deutschland gedruckten Werkes erhält die Nationalbibliothek, die das kulturelle Erbe zu bewahren hat. Vor der Teilung war die Messestadt Leipzig Sitz der Bibliothek. Nach der Teilung bekam Frankfurt am Main den gleichen Stellenwert zugeschrieben. Bis heute existieren zwei Nationalbibliotheken in Deutschland.

Nahe der Nationalbibliothek befindet sich die Russische Gedächtniskirche. Ihre Ausrichtung ist russisch-orthodox. Sie wurde zu Ehren des heiligen Metropoliten Alexi von Moskau errichtet und am 18. Oktober 1913, 100 Jahre nach der Völkerschlacht bei Leipzig, eingeweiht. Ihr Architekt Wladimir Alexandrowitsch Pokrowski hat ähnliche Bauwerke bereits in Moskau und St. Petersburg erschaffen. Das für historische russische Bauwerke Typische ist die goldene Zwiebelkuppel. Sie prägt auch die Russische Gedächtniskirche in Leipzig.

Das Neue Messegelände im Norden

Im Norden der Stadt befindet sich das Neue Messegelände. Die Leipziger Messe blickt auf eine über 800-jährige Geschichte zurück. Nicht nur die verschiedenen Fachmessen sind einen Besuch wert, sondern auch die Architektur des Messegeländes lockt. Die neue Glashalle, der Haupteingang des Messegeländes, ist ein beeindruckender Bau: 80 Meter breit, 243 Meter lang und fast 30 Meter hoch – europaweit eine einzigartige Bogenkonstruktion aus Stahl und Glas.

Empfehlenswert für Architektur-Interessierte ist außerdem das Zentralgebäude des BMW-Werks. Dieses futuristische Bauwerk wurde von der Londonerin Zaha Hadid entworfen und 2005 mit dem Architekturpreis der Stadt Leipzig 2005 und dem renommierten Deutschen Architekturpreis 2005 ausgezeichnet.

Und wer genug Kunst, Kultur und Geschichte geschnuppert hat, der entspannt in der schönen Natur rund um und in Leipzig …

Bilder:
Völkerschlachtdenkmal: © steschum - Fotolia.com
Thomaskirche: © Harald Lange - Fotolia.com
Altes Rathaus: © Harald Lange - Fotolia.com
Neues Rathaus: © kameraauge - Fotolia.com
Hauptbahnhof: © steschum - Fotolia.com